Deutsche Exporte gehen überraschend zurück – Schweiz zeigt leichtes Plus

 

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„Süddeutsche Zeitung“, vom 9. April 2013 10:12

Artikel: „Statistisches Bundesamt Exporte gehen überraschend zurück“ [vgl. mit dem schweizerischen Aussenhandel – Bericht am Schluss].

Link: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/statistisches-bundesamt-deutsche-exporte-gehen-ueberraschend-zurueck-1.1644076

Der Außenhandel Deutschlands war mit Ländern sowohl innerhalb als auch außerhalb der Europäischen Union schwach.

Trotz der Euro-Krise war 2012 das beste Jahr der deutschen Exportwirtschaft. Ökonomen hatten erwartet, dass es so weitergehen würde – doch nun fallen die Exporte überraschend.

Dämpfer für Deutschlands Exportwirtschaft: Die Unternehmen konnten im Februar 2013 nicht an ihren guten Jahresstart anknüpfen. Vor allem im Handel mit Ländern der Eurozone gab es deutliche Rückgänge. Insgesamt sanken die Exporte von Januar auf Februar um 1,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten stabile Einnahmen erwartet, nachdem die Exporte im Januar noch um 1,3 Prozent zugelegt hatten.

Die Unternehmen verkauften Waren im Wert von 88,7 Milliarden Euro ins Ausland und damit 2,8 Prozent weniger als im Februar des Vorjahres. Der Außenhandel Deutschlands war mit Ländern sowohl innerhalb als auch außerhalb der Europäischen Union schwach. Besonders stark rückläufig war der Warenaustausch mit Ländern der Eurozone. Die Ausfuhren in die EU-Staaten fielen um 3,4 Prozent, die in die Euro-Länder sogar um 4,1 Prozent. Die Exporte in den Rest der Welt gingen ebenfalls zurück, wenn auch mit 1,9 Prozent weniger stark.

Die Importe schrumpften noch stärker. Eingeführt wurden Waren im Wert von 71,9 Milliarden Euro – das sind 5,9 Prozent weniger als im Februar 2012. Verglichen mit Januar 2013 gab es einen Rückgang um 3,8 Prozent.

Rhoenblicks Kommentar:

Ich sage schon seit längerer Zeit einen Rückgang des deutschen Aussenhandels voraus. ganz einfach. Die Wirtschaftskraft der Euro-Länder schrumpft und schrumpft. Eine Kompensation in den BRICS-Staaten – China, Indien Russland, Brasilien und Südafrika ist nur teilweise möglich. Die BRICS-Staaten wollen selber Industrieprodukte exportierten; sie erfinden immer neue Schikanen, um die Einfuhr von Industrieprodukten aus den Euro-Staaten, den EU-Ländern, den Ländern Europas zu behindern – z.B. Indien, das laufend pharmazeutische Produkte nicht patentieren will. China subventioniert die Produktion von Solar-Zellen / -Paneelen und ruiniert damit die mit Subventionen künstlich hochgezüchtete deutsche Solarzellen-Industrie. Das ist nicht zu bedauern. Zudem – China schachert mit den seltenen Erden.

Oder – aktuell:

 „Tagesschau.de“, vom 25.03.2013 14:50 2:24 Uhr

 Link: http://www.tagesschau.de/wirtschaft/deutsche-autos-

  china100.html

Berichte: „Chinesische Behörden ermitteln Sind deutsche Autos krebserregend?“ „Vorwürfe auch gegen VW“

„Weil es in den Autos komisch roch, Fahrer über Müdigkeit und Schwindelgefühl klagten, haben chinesische Behörden eine Untersuchung gegen BMW, Mercedes und Audi eingeleitet. Der Vorwurf: Die Autos könnten krebserregend sein. Die deutschen Hersteller wehren sich“.

Vergleich Deutschland – Schweiz

Schweizerische Aussenhandel im Februar 2013 im Vergleich zum Januar 2013 – Bericht der eidgenössischen Zollverwaltung: „Februar 2013: wenig Elan im Aussenhandel“

Der schweizerische Aussenhandel rutschte im Februar 2013 im Vergleich zum Januar 2013 in die Minuszone – dies wegen eines fehlenden Arbeitstages gegenüber dem Vorjahr. Bereinigt um diesen Effekt resultierte exportseitig ein leichtes Plus von 1 % und importseitig ein solches von 3 %. Die Handelsbilanz wies erneut einen hohen Überschuss von 2,1 Mrd. Fr. aus.

In Kürze

▲ Nahrungs- und Genussmittelexporte wachsen weiterhin zweistellig

▲ Exporte nach Italien legen um 17 % zu

▼ Exporte der MEM-Industrien: – 347 Mio. Fr.

▼ Autoimporte sinken um 18 %

Link: http://www.news.admin.ch/NSBSubscriber/message/attachments/30062.pdf#page=2&zoom=auto,0,842

 

 
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liberal; Agnostiker: Der 'Agnostizismus' bezeichnet die philosophische Ansicht, dass bestimmte Annahmen – insbesondere solche theologischer Art, welche die Existenz oder Nichtexistenz einer höheren Instanz, beispielsweise eines Gottes, betreffen – entweder ungeklärt oder grundsätzlich nicht zu klären sind. Biographie: Geboren am 22.11.1937 in Zürich. Elternhaus: Akademiker; liberal, reformiert; Bürger von Hundwil (AR) und Zürich. Aufgewachsen, Schulbesuch, Studium, Doktorat in Zürich: Primarschule 1944 -1950; Realgymnasium Zürich 1950 - 1956, Maturität Typus B (Latein) 1956; Studium an der Abteilung X der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich 1956 – 1960, Diplom als Naturwissenschaftler, Chemisch-Physikalischer Richtung, Diplomarbeit in Chemie 1960; Doktorarbeit am Chemischen Institut der ETH Zürich "Synthese von Iso-Javanicin 1960 - 1964; Promotionsprüfung 1964. In den Semesterferien entweder Vorbereitung auf 1./2. Vordiplom-, bzw. Diplomprüfung oder Militärdienste (Rekrutenschule, Beförderungsdienste, Abverdienen). Interessiert an: Politik, Geschichte, Bildende Künste (Literatur; Theater; Oper, klassische Musik, Jazz; Baukunst; Bildhauerei)